Arctic

Kalter Ultramarathon für die Sonnenkinder

160 Kilometer in 72 Stunden durch Eis und Schnee in Kanada

Kehl-Kork. Auf einen 160 Kilometer Ultra-Marathon begibt sich am 6. Februar 2011 Dr. Christoph Kurth. Der Oberarzt an der Epilepsieklinik für Erwachsene nimmt erstmals am Yukon-Arctic-Ultramarathon teil. Die Bedingungen setzen das Reglement und der kanadische Winter. In 72 Stunden muss der 43-Jährige die 100 Meilen durch Eis und Schnee überwinden. Er wird an den drei Tagen alleine auf sich gestellt sein. Jeder Teilnehmer muss sich selbst versorgen und alles im Rucksack oder auf dem Schlitten mit sich führen. Kurth hat sich für Rucksack und Langlaufski entschieden. Übernachten wird er im Biwakzelt. Die Temperaturen liegen im Februar in dieser Gegend bei durchschnittlich minus 30 Grad Celsius und können bis unter -50 Grad fallen. Auf die 72-stündige Herausforderung bereitet sich Christoph Kurth seit Wochen intensiv auf den Höhen des Schwarzwalds vor. Was andere als Chaos aus Eis und Schnee erlebten, bescherte ihm ideale Trainingsbedingungen.

Die Reaktionen auf sein Vorhaben reichten von Unverständnis über „tolle Sache" bis hin zu „Du hast sie doch nicht alle...", erzählt der bärtige Naturbursche schmunzelnd. „Ich spürte, dass der Lauf in der Kälte die Leute bewegt und so kam ich auf die Idee, die persönliche Herausforderung, an die eigenen Grenzen zu gehen, mit einem karitativen Zweck zu verknüpfen."

Als Mitarbeiter des Epilepsiezentrums Kork lag für ihn das Projekt „Sonnenkinder" sehr nahe. Der gleichnamige Verein bemüht sich seit mehreren Jahren darum, für schwer mehrfach behinderte Kinder ein Wohnangebot mit einer bedarfsgerechten medizinischen Versorgung aufzubauen. Derzeit müssen die kleinen Patienten wegen ihres hohen Bedarfs an medizinischer Versorgung teilweise monatelang in der Klinik bleiben. Die künftige Wohngruppe soll, angebunden an die Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche, in Trägerschaft der Diakonie Kork entstehen. Da die Verantwortlichen bei ihrem Bemühen schon einige Kälte erfahren mussten, hofft Christoph Kurth, dass er mit seinem Spendenlauf einen warmen Geldregen für die „Sonnenkinder" in Gang setzen kann.

Der engagierte Arzt hat eine Homepage mit einem Tagebuch eingerichtet. Hier erzählt er über seine Vorbereitungen auf den Ultramarathon, informiert über die „Sonnenkinder" und bittet um Spenden auf die Kontonummer 107 864 bei der Sparkasse Hanauerland (BLZ 664 518 62)

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Bisher sind bereits 11.000 Euro an Spenden eingegangen.

 

Darüber sind wir sehr glücklich und danken Herrn Dr. Kurth an dieser Stelle ganz herzlich.

 

Zeitungsbericht vom 13. Januar 2011